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Tödliche Castingshow auf einer paradiesischen Insel

Arno Strobel am CJT-Gymnasium

„Im Rahmen der Recherchen zu diesem Roman habe ich auch  mit zwei DSDS- Kandidaten gesprochen, die es bis in die Endrunde geschafft haben!“ Spätestens mit diesem Satz  hat Arno Strobel die Aufmerksamkeit der Schüler der 9. Klassen auf seiner Seite.  Bei seinem Besuch am 11.11.2015 im Christoph-Jacob-Treu-Gymnasium liest er  aus seinem 2015 erschienenen Jugendbuch „Schlusstakt“, in dem die 16-jährige Vicky in der Castingshow „Germany‘s Megastar“ auf einer Insel in den Malediven ihr Können unter Beweis stellen muss. Die 50 besten Kandidaten müssen allerdings nicht nur Gesangstalent haben, sondern eine Reihe weiterer Prüfungen bestehen, welche die Härte des Showbusiness veranschaulichen sollen. Aber der Wettbewerb ist nicht nur hart, sondern sogar tödlich. Eines Tages wird eine Teilnehmerin am Strand gefunden – erschlagen.
Erst im Alter von vierzig Jahren begann Arno Strobel, der in Lauf seine Bücher auch an der Fachoberschule, Oskar-Sembach-Realschule und Kunigunden-Mittelschule vorstellte, zu schreiben. Nach seinem Studium der  Informationstechnologie arbeitete er einige Jahre als Unternehmensberater, und bis Anfang 2014 war er in einer großen luxemburgischen Bank beschäftigt. Seitdem lebt der jetzt 53-Jährige als freiberuflicher Autor mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Trier.
Eine Autorenlesung ist seiner Meinung nach nicht nur dazu da vorzulesen –  „Dafür kann man sich ja auch ein Hörbuch kaufen“ -, sondern auch dafür, den Autor besser kennenzulernen und ihm Fragen zu stellen. Diese Gelegenheit nutzen die Schüler/innen der 9. Klassen eifrig und fragen beispielsweise, wie er es geschafft hat, sich so gut in einen Jugendlichen hinein zu versetzen. Schließlich ist der Roman aus der Sicht einer 16-Jährigen geschrieben.  Arno Strobel antwortet, dass es für ihn nichts Schlimmeres gebe als Erwachsene, die sich jugendlich fühlen und sich dadurch peinlich verhalten. Deshalb habe er versucht, die Sprache an die der Jugendlichen anzupassen, jedoch nicht zu übertreiben. Auf die neugierige Frage einer Schülerin,  wie viel er als erfolgreicher Autor verdient,  geht er sehr ehrlich ein  und erzählt, dass er, entgegen dem Klischee, dass man durch Bestseller sofort reich wird, zwar genug Geld verdient, um mit seiner ganzen Familie ein paar Mal im Jahr in den Urlaub zu fahren, sich aber nicht als einen sehr reichen Menschen bezeichnen würde. Nach den 90 Minuten voll mit Witz und interessanten Aussagen wird Arno Strobel mit großem Beifall verabschiedet.

Anika Iberl + Lucas Thiele (Q 11 des CJT-Gymnasiums)

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