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Angelika Klüssendorf

Dienstag, 4.11.2014, 20 Uhr
Bertleinaula, Martin-Luther-Str. 2
VVK € 3,- / AK € 5,-

Angelika Klüssendorf ist die vielleicht ungewöhnlichste, unbestritten die aufwühlendeste literarische Stimme der Gegenwart. Die 1958 geborene Autorin siedelte 1985 von Leipzig in den Westen über, wo sie 1990 ihr Erzähldebüt „Sehnsüchte“ veröffentlichte, weiterhin die Theaterfarce „Frag mich nicht, schieß mich tot!“ (1995) sowie die Erzählbände „Aus allen Himmeln“ (2004) und „Amateure“ (2009). Mit „Mädchen“ wurde die Berlinerin auf Anhieb für den Deutschen Buchpreis nominiert. Der 2011 euphorisch begrüßte Roman schildert in stakkatoartigen Kurzsätzen von magischer Sogwirkung Kindheit und Jugend unter prekärsten Umständen.

Mit „April“ ist ein weiteres gleichermaßen tragisches wie intensives Meisterwerk gelungen. Nüchtern, lakonisch, reduziert aufs Wesentliche nimmt Angelika Klüssendorf die Fäden des „Mädchens“ auf. Entstanden ist ein erschütternder Adoleszenzroman – ein fein erfühltes psychologisches Porträt einer beschädigten, aber unglaublich starken jungen Frau, die ihren Platz im Leben sucht. Zugleich gelingt ein Sozial-Panorama des real existierendes Sozialismus und West-Berlins in den 1980er Jahren.

Moderation: Dirk Kruse (Bayerischer Rundfunk, Studio Franken)

April, Kiepenheuer & Witsch 2014

www.kiwi-verlag.de

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