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Sten Nadolny

Als Sohn der Schriftsteller Isabella und Burkhard Nadolny wurde Sten Nadolny 1942 in Zehdenick an der Havel geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Oberbayern. Er studierte Geschichte in Göttingen, Tübingen und Berlin, wo er auch einige Zeit als Geschichtslehrer arbeitete. Nach seiner Promotion war Sten Nadoolny bei Film und Fernsehen tätig bis er 1981 seinen ersten Roman „Netzkarte“ veröffentlichte. Durch seinen zweiten Roman avancierte Sten Nadolny zum Literaturstar. „Die Entdeckung der Langsamkeit“ wurde ein Welterfolg und in 17 Sprachen übersetzt. Als Gegenentwurf zur Betriebsamkeit von heute habe sich das 1983 erschienene Werk zum Kultbuch entwickelt, so urteilten die Juroren des Ernst-Hofrichter-Preises. Schon das 5. Kapitel trug vor Erscheinen auf dem Buchmarkt den Sieg beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb davon. Seitdem wurde der Autor mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Weitere bekannte Werke sind „Selim oder die Gabe der Rede“(1988), „Ein Gott der Frechheit“(1990) und „Er oder ich“(1999).

Mit seinem neuem Buch hat Sten Nadolny eine groß angelegte Familien-Saga über die Verleger Dynastie Ullstein geschaffen, die vom Haus des Papiergroßhändlers Hayum Hirsch Ullstein nahe der jüdischen Synagoge in Fürth in die Metropolen Deutschlands führt, in der die Pressezaren des angehenden 20. Jahrhunderts Einfluß und Macht durch auflagenstarke Zeitungen ausüben, bis auch ihr Besitz von den Nazis requiriert wird. Die Erzählung von Aufstieg, Glanz und Untergang spiegelt Triumphe und Tragödien aus hundert Jahren deutscher Geschichte.

Nadolny, Sten
Ullsteinroman
Ullstein Verlag 2003
ISBN 3-550-08414-5

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