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Reiner Kunze

Reiner Kunze gehört zu den großen Dichtern deutscher Sprache. In leisen Tönen und exakt komponierten Bildern appellieren seine Texte an die Bereitschaft der Leser, sich auf eine Wirklichkeit ohne Denkvorschriften einzulassen. Reiner Kunze, 1933 im Erzgebirge geboren, studierte Philosophie und Journalistik in Leipzig, musste aber 1959 aufgrund schwerer politischer Anfeindungen die Universität verlassen. Unerträglich wurden die Repressalien 1976 nach der Veröffentlichung der ironisch gefassten DDR-Chronik „Die wunderbaren Jahre“, die für großes Aufsehen sorgte. 1977 siedelte Reiner Kunze in die Bundesrepublik über. Noch in demselben Jahr wurden ihm dem Lyriker der Büchner- und der Georg-Trakl-Preis verliehen.

Zu den wichtigsten Veröffentlichungen der letzten Jahre zählen der Prosaband „Am Sonnenhang. Tagebuch eines Jahres“ (1993, auch verfilmt), die gesammelten „gedichte“ (2001), seine kongenialen Nachdichtungen „wo wir zu hause das salz haben“ (2003) und die Kindergedichte „Wohin der Schlaf sich schlafen legt“ (1991). Zuletzt erschien der Lyrikband „lindennacht“ (2007). Reiner Kunzes Texte wurden in über dreißig Sprachen übersetzt.

Für seine Lesung hat Reiner Kunze unter das Motto „So reicher Fang im leeren Korb. Prosa und Poesie aus vierzig Jahren“ gewählt. Er wird Auszüge aus seinem Gesamtwerk vorstellen, darunter auch Gedichte für Kinder.

Weitere Informationen zu Reiner Kunze: www.reiner-kunze.com

Kunze, Reiner
LINDENNACHT. GEDICHTE, S. Fischer 2007 und weitere

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