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„Pullerpause im Tal der Ahnungslosen“ – rätselhafter Titel eines lehrreichen und witzigen Buches

„Wenn ein Kind mit 18 Jahren einen Trabi fahren wollte, musste man diesen schon bei seiner Geburt bestellen“, ist eine der vielen Antworten auf Franziska Gehms Frage, was die Fünftklässler des CJT-Gymnasiums bereits über die DDR wissen. Denn darum geht es in ihrem brandneuen Kinderbuch  „Pullerpause im Tal der Ahnungslosen“. Die 10- bzw. 11-Jährigen weisen erstaunlich viel Vorwissen über die damaligen Verhältnisse auf und nehmen angeregt an dem Gespräch teil.
Die Geschichte handelt von Jobst und seiner Mutter aus München, die mithilfe eines alten Koffers, eines Familienerbstücks, durch die Zeit reisen können. Auf dem Rückweg vom Sommerurlaub im Mittelalter muss die Mutter eine „Pullerpause“ einlegen und die beiden landen im Jahr 1987 mitten in der DDR. „Nichts regt sich, Stille wie Laub auf der Welt“, ist ihr erster Eindruck von der neuen und unbekannten Umgebung. Durch eine Verkettung unglücklicher Ereignisse kommt ihnen ihr Koffer abhanden, ohne den sie nicht zurückreisen können. Auf der Suche nach diesem lernt Jobst zwei Kinder kennen und erfährt von ihnen einiges über das Leben in der DDR, über das Pioniersein und die Stasi, bei der sich der Koffer inzwischen wahrscheinlich befindet. Wie das Abenteuer endet und ob Jobst und seine Mutter für immer in der DDR bleiben müssen, möchte die Autorin nicht verraten und empfiehlt, das Buch selbst zu Ende zu lesen.

Ihre Lesung gestaltet sie interaktiv, unter anderem durch eine Präsentation mit Bildern und Erfahrungen aus ihrer eigenen Kindheit. Besonders anschaulich stellt sie die verschiedenen Bereiche des Lebens als Pionier dar anhand einiger Lieder, des Pioniergrußes und einer originalen Pionieruniform.

Im Anschluss an ihre gelungene Lesung beantwortet Franziska Gehm ausführlich viele verschiedene Fragen zu ihrem Leben und zu ihren Büchern. So erfahren die Kinder eine Menge über die beliebte Buchreihe „Die Vampirschwestern“ und sind begeistert, als die Autorin erzählt, sie sei auch bei den Dreharbeiten der Filme anwesend gewesen. Abschließend signiert sie lächelnd Bücher und Autogrammkarten. (Laura Meier und Magdalena Römischer, Q 11 am CJT-Gymnasium)

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