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Marlene Streeruwitz

Marlene Streeruwitz, Jahrgang 1950, gilt als eine der wichtigsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. In Österreich genießt die preisgekrönte Wiener Autorin mittlerweile Kultstatus, und ihre Veröffentlichungen zählen zu den tages-politischen Ereignissen.
Nach einem Studium der Slawistik und Kunstgeschichte arbeitet sie heute als freiberufliche Schriftstellerin und Regisseurin in Wien und Berlin.
1989 erschienen ihre ersten Hörspiele, 1992 gelang der Durchbruch als Theater- und 1996 als Prosaautorin.
Die unbequeme Intellektuelle und Feministin, die sich auch immer wieder in den Medien zu Wort meldet, hat innerhalb kürzester Zeit eine respektable Anzahl von Romanen verfasst, in denen sie durchweg präzise Zustandsprotokolle „beschädigter“ Frauenleben in einem männlich dominierten System abliefert.

In ihrem neuen Buch versetzt sich Marlene Streeruwitz in die Gedankenwelt der Jungakademikerin „Jessica, 30“. Die Protagonistin ist Single, gut aussehend und intelligent – und steht mächtig unter Druck; schließlich will sie alles so machen, wie es sich für die „Generation Golf“ gehört: Sie joggt, denn Laufen macht fit, schlank und schön, sie konsumiert und sie funktioniert.
In einem witzigen und abgründigen, provokativ ehrlichen Monolog beleuchtet die junge Frau ihr Leben und analysiert mit scharfem Blick unsere Gesellschaft mit ihren Mechanismen und Inszenierungen.
„Ein glänzend geschriebenes Portrait einer jungen Frau, hin- und hergerissen zwischen Anspruch und Wirklichkeit, Feminismus und Sex in the City. Und dazu eine bitterböse Geschichte über korrupte politische Systeme“ (NDR Info).

Streeruwitz, Marlene
Jessica, 30. S. Fischer Verlag 2004
ISBN: 3–10–074427–6

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