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Judith Hermann

Judith Hermann (c) Jürgen Bauer

Judith Hermann (c) Jürgen Bauer

Judith Hermanns Erzähldebüt „Sommerhaus, später“ rief 1998 eine geradezu enthusiastische Resonanz hervor. Die damals 28-jährige Autorin hatte von Anfang an ihren Ton gefunden – eine eigene bestechende Mischung aus Weltschmerz und Aufbruchseuphorie -, der gerade durch seine lakonische, flirrende Kargheit eine große Sogwirkung entfaltet und als Stimme einer ganzen Generation gewertet wurde. Wochenlang stand der schmale Band auf Platz eins der Bestenliste und war einer der größten deutschen Bucherfolge der letzten Jahre. Es folgten Übersetzungen in 18 Sprachen und 2001 die Verleihung des Kleist-Preises. „Nichts als Gespenster“ (2003) hieß ein weiterer Erzählband, der fürs Fernsehen verfilmt wurde. Im vergangenen Jahr kam mit „Alice“ der dritte Prosaband heraus, der wegen seiner Dichte, Intensität und Vielschichtigkeit nahezu einstimmig als stilistisch meisterhaftes und bisher bestes Werk der Berliner Schriftstellerin begrüßt und bei Erscheinen mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichnet wurde.

5 Erzählungen, 5 Todesfälle, 5 Männer, die im Leben von Alice auf unterschiedliche Weise eine Rolle spielten und an deren Sterben sie auf ebenso unterschiedliche Weise teilhat.

www.judithhermann.de

ALICE, S. Fischer 2009
Mittwoch, 10.11.2010, 20 Uhr

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