Home

Eva Menasse

Mit ihren geistreichen, sprachwitzigen Kritiken, Analysen und Reportagen ist Eva Menasse im deutschsprachigen Feuilleton seit Jahren eine fixe Größe. Die Wienerin, Jahrgang 1970, und Schwester des bekannten Lyrikers Robert Menasse, verbrachte ihre journalistische Lehrzeit bei dem österreichischen Nachrichtenmagazin „profil“. Sie wechselte Ende der neunziger Jahre zur „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ ( FAZ), begleitete den Prozess um den Holocaust-Leugner David Irving in London und ist seit 2000 Kulturkorrespondentin der Tageszeitung in Wien. Eva Menasse lebt seit 2003 in Berlin.

„Vienna“ ist ihre erste literarische Veröffentlichung – ein Debüt, das durchweg positiv von der Kritik beurteilt wurde und für das Eva Menasse erst vor kurzem mit dem diesjährigen internationalen Buchpreis „Corine“ ausgezeichnet wurde. In Österreich verursachte das Buch, das als biographischer Familienroman der Menasses zu lesen ist, sogar große Aufregung. Die Menasses sind hier eine berühmte Familie. „profil“ brachte auf sechs Seiten ein großes Familienalbum der Menasses und die Auslieferung des Romans wurde vorgezogen. Der Erfolg gründet auch in der Kurzweiligkeit des 400-Seiten-Werks. Mit dem berühmten Wiener Charme, der mitunter seine abgründigen Seiten hat, plaudert sich die Journalistin und Autorin durch die Zeiten, erzählt Geschichten und Anekdoten. Eva Menasse macht das Erinnern zum Ausgangspunkt ihres Erzählens und entwirft in den Geschichten einer Wiener Familie mit jüdischen Wurzeln den Bilderreigen einer Epoche, zeigt wie nebenbei das Entstehen und den Zerfall von Familiengeschichte und Identität.

Menasse, Eva
VIENNA, Kiepenheuer & Witsch 2005
ISBN 3-462-03465-0

ZURÜCK
top