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Anja Tuckermann: Zeitgeschichte mit eigenen Erfahrungen verbinden

Anja Tuckermann las in der in der Literaturtage-Woche an Laufer Schulen. Schüler vom CJT-Gymnasium berichten

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„Ich habe Spaß daran, Menschen so zu beschreiben, dass andere Menschen sich ein Bild von ihnen machen können“, so antwortet Anja Tuckermann auf die Frage, was ihre Motivation sei, Bücher zu schreiben.
In ihrem neuesten Werk  „ADILE – ein Mädchen aus Istanbul“, das sie im Zuge der 16. Laufer Literaturtage am Dienstag, dem 8.11., am Laufer CJT-Gymnasium vor vier fünften Klassen vorstellte, ging es ihr darum, die Gründe für die Einwanderung ausländischer Arbeiter nach Deutschland und deren Probleme, sich hier zu integrieren, zu beleuchten und damit die in den Köpfen der jungen Leser festgesetzten Vorurteile abzubauen.

Während ihrer Lesung suchte Anja Tuckermann immer wieder das Gespräch mit den Schülern, gab dabei den Platz auf der Bühne auf, um näher bei ihrem Publikum zu sein, und antwortete bereitwillig und offen alle Fragen. „Ist das wirklich alles passiert?“- Diese Frage bewegte die Zuhörer wohl am meisten, während sie gespannt den Geschichten über die in einer ihr anfangs fremden Welt heranwachsende Protagonistin, Adile, lauschten. Denn Adile ist nicht etwa die fiktive Erzählung über irgendeine Jugendliche, sondern die Biographie einer guten Freundin Anja Tuckermanns, die selbst als Mara in ihrem Buch auftaucht und der es nicht immer gelingt, ihre türkische Freundin vor Übergriffen der Mitschüler zu schützen.

Brennend interessierten die Schüler auch die anderen Werke der Autorin, gesellschaftskritische Romane und Drehbücher für alle Altersklassen, sodass die Autorin gegen Ende noch einen Auszug aus ihrem Roman „Weggemobbt“ vorlas und  kurz über die Arbeit an ihrem meistverkauften, gemeinsam mit Andreas Steinhöfel verfassten Buch „David Tage Mona Nächte“ berichtete.

Durch ihre offene Art und die anschaulichen Berichte über die Entstehung ihrer Werke konnte die Autorin ihren jungen Fans eine neue Aufgeschlossenheit gegenüber Immigranten und Interesse an zeitkritischen Büchern mitgeben.

(Isabella Illauer, Pinar Özgan, Eva Wolfschmitt, Q 11 des CJT-Gymnasiums)

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