Home

17. Literatur Tage Lauf: 5. – 11.11.2012

[fb_count]


Schon am Erstverkaufstag zeichnete sich ab, dass die Eintrittskarten für die Veranstaltungen mit Heinz Rudolf Kunze und Henning Scherf schnell vergriffen sein würden. Aber auch die weiteren Lesungen der Literaturtage erfreuten sich großer Nachfrage.

 

Mit einer sarkastisch-spitzzüngigen Kabarettlesung aus „Vor Gebrauch schütteln. Kein Roman“ eröffnete Heinz Rudolf Kunze am 5.11.2012 die 17. Laufer Literaturtage und unterhielt  die 600 Besucher in der Bertleinaula vorzüglich. Percussion-Profi Jan Drees begleitete den Deutschrocker und Sprachakrobaten angemessen mit sphärischen Rhythmen. Am Schluss ließ es sich Heinz Rudolf Kunze nicht nehmen, selbst zur Gitarre zu greifen.

Henning Scherf begrüßte jeden im ausverkauften Saal persönlich, beim anschließenden Vortrag blieb er auf  Tuchfühlung mit dem Publikum. Freisprechend ging der agile Bremer Altbürgermeister gleich vom Parkett aus in medias res, plädierte für ein lebendiges Miteinander von Jung und Alt und regte an, das Seniorenleben als chancenreichen Unruhestand zu begreifen und ebenso in der Altenbetreuung unkonventionelle Wege zu beschreiten.

Henning Scherf beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Lauf, rechts Büchereileiterin Beate Hafer-Drescher und Dritter (Kultur-)Bürgermeister Georg Schweikert

Henning Scherf signiert das Literaturtage-Plakat der Laufer Stadtbücherei.

Jugendbuchautor Joachim Friedrich wurde nach seiner Lesung aus dem neuesten 4 1/2-Freunde-Band von zahlreichen Fans der bekannten Kinder-Krimi-Reihe umringt. Geduldig wurde auch der letzte Autogrammwunsch erfüllt.

In klassischer Manier stellte Ulrike Schweikert ihren historischen Roman „Das kastilische Erbe“ vor, der den Auftakt bildet zu einem Dreiteiler. Isaura, eine junge Münchener Journalistin, kommt einem mysteriösen Rätsel der eigenen Familienbiografie auf die Spur, die bis ins Spanien des 16. Jahrhunderts reicht.

Felicitas Hoppe gab sich im Gespräch mit Dirk Kruse über ihre fiktive Biografie „Hoppe“ ausgesprochen auskunftsfreudig. Die charmante wie eloquente Büchnerpreisträgerin blieb keine Antwort schuldig, auch nicht auf die Frage des Moderators vom Bayerischen Rundfunks, ob sie sich an ihren ersten Kuss erinnern könne. Wer die Antwort von Felicitas Hoppe nachhören möchte, kann sich ab dem Wochenende 17./18. November die Lesung vom 8. November auf dieser Website als Podcast downloaden.

Am Signiertisch konnten dann die letzten Fragen geklärt werden.

Ilija Trojanow versetzte sich souverän rezitierend und sprachlich höchst elegant in die Hauptperson seines jüngsten Romans „EisTau“, den leidenschaftlichen Gletscherforscher Zeno, der an dem Abschmelzen der Gletscher und der unumkehrbaren Zerstörung der Natur leidet. Eine monologische Performance sondergleichen, die mit eingespielten Toncollagen zur literarischen Gesamtkomposition wurde – das Buch schlug der Autor ausschließlich zum Signieren auf.

 

Mit Markus Heitz war ein Literat ganz anderer Art zu den 17. Laufer Literaturtagen gekommen. Dem zurzeit erfolgreichsten deutschsprachigen Fantasy-Autor war es gelungen, etliche  junge Leute zwischen 14 und 25 in die Bücherei zu locken – eine Besucherschaft, die eher nicht zum tradtionellen Lesepublikum zählt. Witzig, schlagfertig und durchaus in seinem Gothik-Outfit kompatibel mit seinen phantastische Welten, die er in immer neuen Bestsellerrunden entwirft, durchreiste Markus Heitz den dritten Band der „Legenden der Albae“.

 

 

Jan Costin Wagner stellte seinen jüngsten Krimi um den finnischen Ermittler Kimmo Joentaa nicht nur lesend und erzählend, sondern auch gemeinsam mit der Sängerin Elke Diepenbeck und dem Gitarristen Stefan Scheid musikalisch vor. – Mit einem Sound, der sicher auch Kimmo Joentaa gefallen würde, leise, melancholisch und schwingend melodisch.

 

 

Bernhard Vogel war zu Gast bei der abschließenden Sonntagsmatinee am 11.11.2012 und beantwortete profund, unbefangen und humorvoll die Fragen des Moderators Thomas Viewegh vom Bayerischen Rundfunk – Fragen, die sich zum einen auf wichtige persönliche wie zeithistorisch relevante Meilensteine der deutschen Geschichte von der Nachkriegszeit bis heute bezogen, zum anderen auf die aktuelle politische Situation.

Neben den öffentlichen Lesungen fanden auch in diesem Jahr wieder über 20 Schulveranstaltungen statt. Im CJT-Gymnasium, in der OS-Realschule, Berufsschule, Schönberger, Rudolfshofer und Heuchlinger Schule, in der Bertlein- und Kunigundenschule stellten Werner Egli, Cornelia Franz, Joachim Friedrich, Ulrike Schweikert und Ilija Trojanow ihre Bücher vor:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ZURÜCK
top