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16. Literatur Tage Lauf: 6. – 13.11.2011

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Alles startklar: die voll besetzte Bertleinaula am 6. November um 19.55 Uhr !

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Als Sabine Thiesler am 6. November mit ihrer bis in die letzte Faser fesselnden, spauspielerisch perfekten Lesung aus ihrem druckfrischen Thriller „Nachtprinzessin“ fast 600 Zuschauer in den Bann schlug, brannte nur in dem ansonsten nahezu dunklen Raum eine kleine Leselampe. – Eine furiose Eröffnung der 16. Literaturtage mit einer Buchpremiere der besonderen Art!

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Nachdenklich stimmte Christoph Hein sein Publikum, der am 7. November aus seinem jüngsten Gesellschaftsroman “ Weiskerns Nachlass“ las und im Anschluss sein Autogramm auf die Literaturtage-Plakatwand setzte. Vor dem Signiertisch des bedeutenden Gegenwartsautoren bildete sich eine lange Schlange.

Christoph Hein(c)Ferdinand Harries

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Am Dienstag, 8. November griff Petra Hammesfahr noch einmal in die Krimi-Tastatur und sorgte mit einem brillanten Buchvortrag für Hochspannung. Sympathisch, lebendig und offen beantwortete Deutschlands erste Thriller-Autorin im anschließenden Gespräch alle Fragen aus dem Publikum.

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In seiner öffentlichen Nachmittagslesung erzählte Jürgen Banscherus von Jimmi Nightwalker. Die Kinder hörten gebannt zu. Den Schluss der Trilogie um den „Jungen aus dem Nirgendwo“ verriet Jürgen Banscherus allerdings nicht, und wer wissen wollte, woher Jimmi wirklich kommt und warum er auf der Erde ist, wird den dritten und letzten Band selber bis zum Ende lesen müssen.

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Ebenfalls als ausgesprochen eloquent erwies sich der legendäre Rockpoet Wolf Wondratschek, der am 9. November nicht nur seinen Vater-Sohn-Roman „Das Geschenk“ vorstellte, sondern sich auch als wunderbarer Vorleser seiner Gedichte erwies und feinsinnig ironisch über die Liebe im Allgemeinen reflektierte und im Besonderen über die Leidenschaft des Rauchers.

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Dem namhaften, mitunter provokanten Publizisten und Schriftsteller Rafael Seligmann liegt das deutsch-jüdische Verhältnis am Herzen. Größtenteils frei referierend stellte der 64-Jährige am 10. November in der Bertleinaula seine  Autobiografie mit allen Höhen und Tiefen vor, ließ dabei deutsche Zeitgeschichte Revue passieren und stellte immer wieder neu die Frage nach Identitäten.

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An den Festival-Abenden war der Büchertisch vom Laufer „Buchladen“ großräumig umlagert, aber Frau Hofmann und ihr Team, das zusätzlich Unterstützung von Schülern des CJT-Gymnasiums erhielt,  bemühten sich, allen Kaufwünschen gerecht zu werden.

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Er kam nicht „undercover“ und die rund 600 Zuschauer erkannten sofort, dass es sich nur um Günter Wallraff selbst handeln konnte, als er zusammen mit Moderator Reinhold Joppich vom Verlag Kiepenheuer & Witsch die Bühne betrat. Absolut authentisch erzählte er von seinen jüngsten Recherchen, zeigte mit versteckter Kamera aufgenommene, entlarvende Filmsequenzen und bezog u.a. Stellung zum latent vorhandenen Rassismus.

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Als Burgfräulein Bö mit dem sprechenden blauen Hut agierte Patricia Prawit in ihrer One-Woman-Musicalshow „RITTER ROST und das Gespenst“ mal auf der Bühne, mal unten im Zuschauerraum. Kleine wie große Besucher waren lauschend, mitmachend, mitsingend oder im Takt klatschend voll dabei. Ein schwungvolles, hinreißendes Familienevent, das niemanden in der bis auf den letzten Platz besetzen Bertleinaula kalt ließ – ein Buch einmal anders erzählt.

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Sie kam als Autorin ihres Geschichtenbandes „Ungerecht wie die Liebe“ und als Sängerin bekannter Hits wie „Die Tänzerin“. Ulla Meinecke, die ihre Hörbücher selber einspricht, überzeugte am 12. November bei den Lesepassagen mit ihrer tiefen, volltönend sonoren Stimme nicht nur ihre Fans in der ausgebuchten Bertleinaula. Dass die Songs auf große Resonanz im Saal stießen und mindestens eine Zugabe von dem Duo Ulla Meinecke/Reinmar Henschke (am Piano) gefordert wurde – wen wundert’s? Die deutsche Pop-Poetin und Chansonette zählt zu den großen Stars der Szene.

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Zur abschließenden Sonntagsmatinee, die dem politischen Sachbuch mit gesellschaftsrelevanter Thematik vorbehalten ist, breitete Stefan Aust, wohlbekannter ehemaliger Chefredakteur des „Spiegel“, am 13. November ein unmittelbar vor Ort erlebtes Kaleidoskop der Wendewochen rund um den 9. November 1989 aus und nahm ausführlich zu Anmerkungen und Fragen aus dem Publikum Stellung.

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Im Rahmen der Sonntagsmatinee bedankte sich Erster Bürgermeister Benedikt Bisping ausdrücklich bei den beiden Organisatorinnen der Laufer Literaturtage, Beate Hafer-Drescher und Renate Grabmeier, sowie bei dem gesamten Team der Stadtbücherei und allen weiteren Personen, die zum Gelingen des Lesefestes beitrugen.

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(c)Isabel Krieger

Vor insgesamt über 1320 Kinder- und Jugendliche lasen an Laufer Schulen Anja Tuckermann, Jürgen Banscherus, Wolf Wondratschek (kein Foto) und Nevfel Cumart:

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